Gardasee Nordufer Torbole/Limone
Kite Da Planet - Webshop
Kite Da Planet – Webshop

Anreise: Mit dem Auto oder Zug. Der nächste Flughafen ist in Verona.

Beste Reisezeit: April bis Oktober.

Spotbeschreibung: Der Gardasee war lange Zeit den Windsurfern und Seglern vorbehalten, so entwickelte sich dieser in den vergangenen Jahren immer mehr zum perfekten Nahziel für uns Kiter.

Die beiden thermischen Winde Vento (Nordwind) und Ora (Südwind) sorgen fast täglich für eine perfekte Session. Wenn morgens ab etwa 6 Uhr der Veto von Norden anfängt zu blasen, kommen die geübten Kiter voll auf ihre Kosten. Aber auch Anfänger müssen nicht an Land bleiben. Allerdings kann der Morgenwind, teilweise mit Windstärken bis zu 30 Knoten, sehr stark und böig daherkommen. Anders verhält es sich ab etwa 14 Uhr, wenn die Ora ihre Arbeit aufnimmt. Der Südwind, der sehr stabil ist und bis zu 18 Knoten erreicht, bietet perfekte Bedingungen für Anfänger. Dieser kann bis etwa 18 Uhr auf dem Wasser ausgiebig genutzt werden.

Einstieg: Am Gardasee darf fast ausschließlich nur vom Boot aus gekitet werden. In Malcesine gibt es einen Strandstart, dieser ist allerdings recht tückisch, da aus einem Tunnel heraus gestartet wird. Ebenso muss man, um dort starten zu dürfen, Mitglied im dortigen Kiteclub sein sowie eine Start- und Landegebühr entrichten.

Rund um den See gibt es etliche Kite-Schulen, die Kurse sowie einen Shuttleservice anbieten. Für durchschnittlich 35 Euro wird man mit dem Boot auf den See gebracht und kann dort Kiten oder unter Umständen sogar einen Downwinder machen. Das ist aber von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Der große Vorteil bei dieser Art und Weise des Kitens ist, dass der Rescue einen quasi immer begleitet, und im Notfall sehr schnell helfen kann.

Im Trentino ist das Kiten komplett verboten, links und rechts am Ufer sieht man rot-weiße Pfosten, die diese Grenze markieren. Wird ein Kiter oberhalb dieser Grenze in Richtung Nordufer von der Polizei erwischt, kann er mit einer Strafe von 170 Euro rechnen, was ein Grund für einen Shuttleservice ist. Die Jungs der Kite-Schulen ziehen Euch rechtzeitig wieder raus und bringen Euch Richtung Süden, um Euch dort wieder ins Wasser zu werfen.

Geschult wird ebenfalls ausschließlich vom Boot aus. Dies hat den großen Vorteil, dass das Kiten im tiefen Wasser und der „Boddydrag“ bis zum Abwinken geübt werden können. Das Begleitboot ist immer in der Nähe des Schülers und kann sofort eingreifen sowie Tipps geben.

In diesem Zusammenhang können wir die Kite-Schule „Limone Watersports“ von Robbi Feldmann sehr empfehlen. Er und sein Team kümmern sich sehr gut um das Wohl der Kiter und sind hilfsbereit, wenn es mal nicht ums Kiten geht und organisieren Euch gerne eine Unterkunft oder geben Tipps, was man außer Kiten sonst noch so rund um den See erleben kann. In Torbole selbst ist Kite und Surf Segnana der Platzhirsch, egal ob Kiten oder Surfen, hier ist für jeden gesorgt.

Gefahren: Die einzige Gefahr ist, dass bei plötzlicher Windstille keine Hilfe in Sicht ist. Deswegen empfehlen wir, nur über eine Station aufs Wasser zu gehen. Eine Besonderheit auf dem Gardasee sind die Polizeikontrollen. Es ist grundsätzlich verboten, ohne Schwimmweste zu Surfen (170 Euro Strafe). Was aber die Haupteinnahmequelle der dortigen Polizei ist, ist das Übersurfen der Trentino-Grenze.

Alternative bei Flaute: Es gibt rund um den Gardasee extrem viele Alternativen, die direkt vor Ort gebucht werden können. Canyoning, Downhill, Mountainbike, Klettern, Cliffjumping, Paragliding, Trekking, Golf, Quad oder Reiten.

Besonders schön und erlebnisreich ist eine Abfahrt vom Tremalzo in Richtung Riva del Garda. Hoch geht es, wer es einfach haben will, mit dem Bike-Shuttle, empfehlen können wir Euch „Davides Bike Shuttle“ in Torbole. Oben angekommen muss man noch einen kleineren Anstieg bewältigen, bevor es fast nur noch bergab geht. Ungeübte brauchen für die Tour rund drei bis vier Stunden. Wer mit dem Bike umgehen kann, schafft das Ganze in etwa zwei Stunden. Dafür wird man aber entlang der gesamten Strecke mit einem überwältigenden Ausblick auf den See belohnt. Am Ende der Strecke wartet dann ein kleines Bistro auf Euch, dort könnt Ihr bei einem kühlen Getränk noch einmal den Ausblick auf den See genießen, bevor Ihr die letzten Kilometer bis nach Riva in Angriff nehmt.

Geeignet für: Anfänger, Aufsteiger und Fortgeschrittene, hier kommen alle auf ihre Kosten. Kiter und Windsurfer sind streng getrennt, und kommen sich nicht in die Quere.

Nachtleben: In Torbole locken die Bars und Kneipen abends zum gemütlichen Ausgehen. Wer es lieber etwas lauter hat und feiern gehen möchte, dem legen wir die „Windsbar“ oder das „Hotel Aurora“ direkt in der Ortsmitte ans Herzen – je später die Stunde, desto ausgelassener wird dort gefeiert.

Unterkunft: Torbole: Camping Maroadi. Sehr sauberer und gepflegter Campingplatz, direkt am See und der Kite und „Surf Segnana Station“. „Hotel Caravel“: Gehobeneres Hotel, sehr gepflegt und für Fahrradfahrer ausgelegt. Ansonsten ist die Auswahl an Campingplätzen und Hotels fast unerschöpflich. Allerdings würden wir empfehlen, rechtzeitig anzufragen, da es in der Hauptsaison doch vorkommen kann, dass man direkt vor Ort länger nach einer Bleibe suchen muss. Vor allem die Campingplätze sind zu der Zeit gerne mal belegt.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.